Roman Seifert

Roman Seifert


Doktorand (eikones)

Büro

Rheinsprung 9/11
4051 Basel
Schweiz

Doktorand (Philosophisch-Historische Fakultät)


Studium der Deutschen Literaturwissenschaft und Geschichte an der Universität Basel von 2009 bis 2015, Abschluss mit Masterarbeit zur Wunde bei Franz Kafka. April bis September 2016 Anschubstipendium des Doktoratsprogramms Literaturwissenschaft der Universität Basel, seit September 2016 Mitglied der eikones Graduate School mit einem Dissertationsprojekt zur ikonischen Produktivität der Wunde in der literarischen Moderne.

Die ikonische Produktivität der Wunde in der literarischen Moderne


Die Wunde verkörpert durch ihre ikonische Struktur als schmerzhafte Öffnung die Ambivalenz eines fest abgegrenzten Leibes. Als Schwellenbild bringt sie radikal gegensätzliche Konzeptionen sowie vormals getrennte Räume und Leiber in ein dynamisches Verhältnis zueinander und setzt so eine poetische Bildproduktion in Gang, die sich entlang der um 1900 prekär gewordenen Köpergrenze entzündet. Das Forschungsprojekt widmet sich anhand verschiedener Texte aus der literarischen Moderne dem Wechselspiel zwischen der ikonischen und der kulturhistorischen Dimension der Wunde.

„Ist der Mann so befestigt, werden die Stangen langsam weiter hinausgeschoben, bis der Mann in der Mitte zerreißt.“ Zeichnung Kafkas aus einem Brief an Milena Pollak, Oktober 1920. Aus: Kafka, Franz: Briefe 1918-1920 (hrsg. von Hans-Gerd Koch). S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013, S. 365.

„Ist der Mann so befestigt, werden die Stangen langsam weiter hinausgeschoben, bis der Mann in der Mitte zerreißt.“ Zeichnung Kafkas aus einem Brief an Milena Pollak, Oktober 1920. Aus: Kafka, Franz: Briefe 1918-1920 (hrsg. von Hans-Gerd Koch). S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2013, S. 365.