06 Sep 2018 - 08 Sep 2018
13:30  - 17:00

Ort:
Kollegiengebäude, Petersplatz

Veranstalter:
Schweizerische Philosophische Gesellschaft

Kongress / Tagung / Symposium

Was ist Geist? What is Mind? Qu’est-ce que l’esprit?

Wir bezeichnen unser Denken, Wahrnehmen und Empfinden als «geistige Zustände». Wir rätseln über die Stellung des Geistes im Kosmos und in der Evolution der Natur. Wir sehen in den Institutionen des Handelns einen bestimmten Geist verwirklicht: sprechen mit Montesquieu vom «esprit des loix»,mit Hegel vom «objektiven Geist» des Staates, mit Max Weber von der «protestantischen Ethik und dem Geist des Kapitalismus» – oder sind vom «nouvel esprit du capitalisme» (Luc Boltanski) unserer Zeit verstört. Wir sagen mit Kant, dass ein Kunstwerk nicht nur gewissen Regeln gemäss ist, sondern auch «Geist hat», oder suchen mit Kandinsky nach dem «Geistigen in der Kunst». Wir begegnen in den Religionen der Auffassung eines «Heiligen Geistes» und eines «Schöpfer Geistes». Was aber ist Geist?

 

Die Dimensionen dieser Frage weisen bis zu den Anfängen der europäischen Philosophie zurück. Der „Noûs“ ist die bestimmende Größe nicht nur in der platonischen und aristotelischen Theorie und Praxis, er wird bereits in den vorsokratischen Entwürfen wirksam, ja kann bis in die Homerischen Epen verfolgt werden. Seither hat die Frage nach dem Geist unser Denken begleitet. Das Symposium 2018 der Schweizerischen Philosophischen Gesellschaft geht ihren Fluchtlinien nach. Zudem sollen Brücken in die Einzelwissenschaften geschlagen werden, um die Probleme in ihrer ganzen Reichweite behandeln zu können. Das Symposium bietet sowohl Orientierung in den aktuellen Debatten, wie es die geschichtlichen Horizonte erhellt, die im Hintergrund unserer Konzepte vom Geist stehen.

 

ProgrammKonferenzplan

Anmeldungnadja.heller@unibas.ch

Kongressgebühr: 30.- CHF (regulär) / 15.- CHF (Studierende / AHV / IV)

Ort: Kollegienhaus der Universität Basel, Petersplatz 1, 4001 Basel, Schweiz

Wissenschaftlicher Beirat des Symposiums:

Prof. Dr. Franck Fischbach (Université de Strasbourg)
Dr. Janette Friedrich (Université de Genève)
Prof. Dr. Sabina Lovibond (Oxford University)
Prof. Dr. Marcel Weber (Université de Genève)
Prof. Dr. Lutz Wingert (ETH Zürich)

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