Assistentin / Doktorandin
Rheinsprung 9/11
4051 Basel
Schweiz
Doktorandin / Ph.D. candidate
Englisches Seminar
Nadelberg 6
4051 Basel
Schweiz
Büro 21b
Lina Zhou promoviert in der anglophonen Literatur- und Kulturwissenschaft an der Universität Basel. Seit September 2026 ist sie Mitglied der eikones Graduate School. Von Oktober 2025 bis August 2026 war sie Anschubstipendiatin des Doktoratsprogramms Literaturwissenschaft der Universität Basel. Sie absolvierte den Masterstudiengang British and North American Cultural Studies an der Universität Freiburg sowie den Master of Education in Englisch, Kunst und Bildungswissenschaften an der Universität zu Köln. Ihre Forschungsinteressen umfassen Literatur, Kunst und Populärkultur, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Kulturtheorie und soziologischer Theorie.
Das Projekt mit dem Arbeitstitel „The Visuality of Class Mobility in Anglophone Autosociobiography“ untersucht die Rolle, die Visualität innerhalb und im Umfeld des anglophonen autosoziobiografischen Schreibens spielt. Autosoziobiografie wird derzeit als emergentes Genre diskutiert, das autobiografisches Erzählen mit soziologischer Reflexion über soziale Ungleichheit verbindet. In der wachsenden Forschung zur Autosoziobiografie wurde ihre visuelle Dimension bislang noch nicht systematisch untersucht. Das Projekt nimmt sowohl die textuelle Repräsentation von Visualität als auch deren paratextuelle Dimension in den Blick. Es fragt danach, wie Bilder in autosoziobiografischen Texten beschrieben, evoziert und referenziert werden und wie visuelle Paratexte die Erzählung sozialer Mobilität vermitteln. Methodisch verbindet das Projekt Close Reading mit paratextueller Analyse. Die Textanalysen stützen sich auf Theorien der Intermedialität und Ekphrasis, insbesondere auf die Arbeiten von Werner Wolf, Gabriele Rippl und Liliane Louvel, sowie auf soziologische und philosophische Theorien sozialer Mobilität von Pierre Bourdieu und Chantal Jaquet. Die auf Gérard Genettes Arbeiten beruhende paratextuelle Analyse greift darüber hinaus Perspektiven auf die visuelle Repräsentation von Armut aus den Cultural Studies auf. Durch diese Verbindung der methodischen Ansätze untersucht das Projekt das Zusammenspiel verbaler und visueller Konfigurationen sozialer Mobilität im Genre der Autosoziobiografie.
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